Advocacy international

SEXUELLE GESUNDHEIT SCHWEIZ setzt sich im Rahmen von internationalen Netzwerken für die Förderung der sexuellen Gesundheit und der sexuellen Rechte ein. Wir sind akkreditiertes Mitglied der International Planned Parenthood Federation (IPPF).

IPPF ist mit 133 Mitgliedorganisationen weltweit in 166 Ländern aktiv. Die Mitglieder bieten Dienstleistungen und Informationen im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte an. IPPF ist weltweit führend in Advocacy für die sexuellen Rechte.

Countdown 2030 Europe

Als IPPF-Mitglied ist SEXUELLE GESUNDHEIT SCHWEIZ aktiver Partner des Europäischen Zusammenschlusses Countdown 2030 Europe. Dieser wird von IPPF Europe in Brüssel geleitet. 15 Organisationen beteiligen sich an diesem langjährigen europäischen Advocacy Projekt. Sie setzen sich in 12 Europäischen Geberländern und den EU-Institutionen für die die Förderung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit ein; Insbesondere dafür, dass die Staaten die nötigen finanziellen Mittel bereitstellen, um die nachhaltigen Entwicklungsziele bis 2030 zu erreichen.

Agenda 2030

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der UNO bildet auch für SEXUELLE GESUNDHEIT SCHWEIZ ein zentraler Referenzrahmen. Die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele hängen zusammen und sind ausnahmslos wichtig. Im Zentrum unserer Advocacy Arbeit stehen insbesondere die Ziele Nr. 3 zu Gesundheit und Wohlergehen sowie Nr. 5 zur Geschlechtergleichstellung. Die Agenda 2030 wurde im September 2015 verabschiedet. SEXUELLE GESUNDHEIT SCHWEIZ hat sich bereits lange zuvor mit Advocacy gegenüber den Schweizer Delegationen bei der UNO dafür stark gemacht.

Orig­i­nal UNO Text deutsch

Original UNO Text englisch

UNO-Monitoringverfahren

SEXUELLE GESUNDHEIT SCHWEIZ fordert die sexuellen Rechte ein. Dabei stützen wir uns unter anderem auf die UNO-Konventionen, welche die Schweiz in diesem Bereich ratifiziert hat. Wichtig ist beispielsweise die UNO-Frauenrechtskonvention (UN Convention on the elimination of discrimination against women CEDAW). Wir beteiligen uns an den UNO-Monitoringverfahren, bei denen die Einhaltung der Konventionen durch die Schweiz überprüft wird. So haben wir beispielsweise einen Schattenbricht im Universal Periodic Review (UPR) zur Einhaltung der Menschenrechte verfasst.

CEDAW kurz erklärt – die UNO-Frauenrechtskonvention und die Schweiz

Istanbul-Konvention

Auf europäischer Ebene ist die Konvention des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt ein bedeutender Leitrahmen. Die sogenannte Istanbul-Konvention ist in der Schweiz am 1. April 2018 in Kraft getreten. Es ist das erste bindende internationale Abkommen, das vorgibt, wie die Mitgliedsstaaten umfassend gegen jegliche Form von Gewalt gegen Frauen vorgehen müssen. Eckpfeiler sind Gewaltprävention, Opferschutz und Strafverfolgung. SEXUELLE GESUNDHEIT SCHWEIZ setzt sich im Netzwerk Istanbul-Konvention koordiniert mit Partnerorganisationen für die rasche und konsequente Umsetzung der Istanbul-Konvention in der Schweiz ein. 

Istan­bul Kon­ven­tion (Seite Europarat; engl.)

Parlamentarische Gruppe für sexuelle Gesundheit und Rechte

SEXUELLE GESUNDHEIT SCHWEIZ führt das Sekretariat der parlamentarischen Gruppe für sexuelle Gesundheit und Rechte – einer Gruppe von Parlamentarier*innen, die sich in diesem Bereich engagieren. Auch in diesem Kontext arbeiten wir international vernetzt. Wichtige Partner sind dabei der UNO-Weltbevölkerungsfonds UNFPA sowie das intereuropäische Parlamentarier*innen-Forum für sexuelle und reproduktive Rechte (EPF). Als EPF-Mitglied ist die parlamentarische Gruppe für sexuelle Gesundheit und Rechte auch Partner der Global Parliamentary Alliance for Health, Rights and Development (GPA).