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Unterzeichnen Sie die Petition «Meine Gesundheit – Meine Wahl!» für den verbesserten Zugang zur Abtreibung in der Schweiz

Wer in der Schweiz eine Schwangerschaft abbrechen will, wird immer noch zu oft diskriminiert und stösst auf zahlreiche Hürden. SEXUELLE GESUNDHEIT SCHWEIZ macht sich gemeinsam mit Ihnen stark für die Streichung der Abtreibung(1) aus dem Strafgesetzbuch und den verbesserten Zugang zu diesem Grundrecht in unserem Land. Unterzeichnen Sie die Petition «Meine Gesundheit – Meine Wahl!», damit wir gemeinsam unserer Stimme Gehör verschaffen!

Unterzeichnen Sie die Petition "Meine Gesundheit – Meine Wahl!", in der wir fordern, dass in der Schweiz:

  • der Schwangerschaftsabbruch aus dem Strafgesetzbuch gestrichen und in erster Linie als Frage der Gesundheit behandelt wird;
  • die Selbstbestimmung der betroffenen Personen garantiert wird, damit sie das Recht haben, ihre eigenen Entscheidungen über ihre Gesundheit zu treffen.

Unser Ziel: 10’000 Unterschriften bis zum 1. Oktober 2022, dem Datum der Einführung der aktuellen Regelung zur Abtreibung (Fristenregelung) vor 20 Jahren. Wir werden die Unterschriften dem Parlament übergeben, um unseren Forderungen und der dazu eingereichten parlamentarischen Initiative Nachdruck zu verleihen. (Informationen weiter unten).

Eine Petition in Partnerschaft mit Campax.

20 Jahre der neuen Regelung zur Abtreibung

Die Schweiz feiert dieses Jahr das 20-jährige Bestehen der Fristenregelung (neue gesetzliche Regelung zur Abtreibung). Sie wurde in der Volksabstimmung vom 2. Juni 2002 mit einer grossen Mehrheit von 72,2 % angenommen und trat am 1. Oktober desselben Jahres in Kraft. Seit ihrer Einführung hat sich die Fristenregelung eindeutig bewährt. Sie ermöglicht schwangeren Personen einen legalen Schwangerschaftsabbruch unter guten Bedingungen und garantiert ihnen in den ersten 12 Wochen, ihr Recht auf Selbstbestimmung auszuüben, das heisst ihr Recht darauf, die eigene Wahl für ihre Gesundheit zu treffen.

Hürden und Stigmatisierung in der Schweiz

Trotz dieses Erfolgs gibt es immer noch Hürden und Diskriminierung, sei es in finanzieller Hinsicht oder beim Zugang zu Leistungen und ausreichenden und klaren Informationen. Die Strukturen innerhalb der Spitäler gehen noch immer zu wenig auf die Bedürfnisse der Betroffenen ein, die oftmals bevormundend und stigmatisierend behandelt werden. Darüber hinaus ist der Schwangerschaftsabbruch nach wie vor im Strafgesetzbuch verankert, obwohl er eine medizinische Leistung ist, die zum Grundkatalog der Krankenversicherung gehört. Deswegen bestehen Stigmatisierung und moralische Verurteilung fort.

Unsere Mobilisierung auf politischer Ebene

Für SEXUELLE GESUNDHEIT SCHWEIZ (SGCH) ist es notwendig, den Zugang zur Abtreibung in der Schweiz zu garantieren und zu verbessern. Aus diesem Grund setzen wir uns auf politischer Ebene dafür ein, dass die Abtreibung aus dem Strafgesetzbuch gestrichen wird.

Unsere Präsidentin und Nationalrätin der Grünen Waadt, Léonore Porchet, hat am 2. Juni eine parlamentarische Initiative eingereicht, in der wir fordern, dass eine Abtreibung in erster Linie als Frage der Gesundheit und nicht mehr als Strafsache behandelt wird.

«Die Schweiz muss Teil der Bewegung sein, die den Zugang zur Abtreibung sicherstellt. Indem sie die Abtreibung aus dem Strafgesetzbuch streicht, stellt sie sich auf die richtige Seite der Geschichte», sagt Léonore Porchet.

Wir lancieren auch die Petition «Meine Gesundheit - Meine Wahl!» und laden Sie ab sofort zur Unterzeichnung ein. Damit können Sie einerseits die eingereichte parlamentarische Initiative unterstützen und andererseits den politischen Entscheidungsträger*innen in der Schweiz zeigen, dass viele von uns derselben Meinung sind: Es müssen konkrete Massnahmen ergriffen werden, um die bestehenden Hürden zu beseitigen und den Zugang zur Abtreibung zu verbessern!

«Die Schweiz hat eine der niedrigsten Quoten von Schwangerschaftsabbrüchen in Europa. Das zeigt, dass wir das Strafgesetzbuch nicht mehr brauchen, um die Abtreibung zu regulieren, denn sie ist in erster Linie eine Frage der Gesundheit», fügt Barbara Berger, Geschäftsleiterin von SSCH, hinzu.

Während das Recht auf Abtreibung weltweit immer wieder in Frage gestellt wird, können wir jetzt gemeinsam unsere Stimme erheben und bessere Bedingungen für die Abtreibung in unserem Land einfordern.

Wir haben die Petition am 31. Januar 2023 eingereicht: Weitere Informationen.


Nützliche Informationen zur Schwangerschaft

Benötigen Sie kostenlose und vertrauliche Beratung zu Ihrer sexuellen Gesundheit und Ihren sexuellen Rechten? Finden Sie eine Fachstelle sexuelle Gesundheit in Ihrer Nähe! Fachpersonen beraten Sie vertraulich zu all Ihren Fragen. Sie unterstützen Sie dabei, eine Lösung für Ihre aktuelle Situation zu finden, und leisten konkrete Hilfestellung: www.sexuelle-gesundheit.ch/beratungsstellen

Hier finden Sie viele Informationen rund um das Thema Schwangerschaft: www.sexuelle-gesundheit.ch/themen/schwangerschaft-gewollt-ungewollt

Sie sind ungewollt schwanger? Hier finden Sie einige Informationen, was Sie tun und an wen Sie sich wenden können: ww.sexuelle-gesundheit.ch/im-notfall/schwanger


[1] Wir nutzen «Schwangerschaftsabbruch» als Fachbegriff und «Abtreibung» als feministischen und politischen Kampfbegriff, der die Rechte der Betroffenen auf Selbstbestimmung und Gesundheit ausdrückt.

Unterzeichnen Sie die Petition